Backup und Wiederherstellung testen: Was ein grünes Häkchen wirklich bedeutet

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Jede Nacht läuft die Sicherung. Am Morgen zeigt das System ein grünes Häkchen: erfolgreich abgeschlossen. Für viele Geschäftsführer ist das der Moment, in dem sie das Thema Datensicherung gedanklich abhaken. Das Backup läuft, also ist man geschützt. Diese Annahme ist der Kern eines Problems, das in Schweizer KMU sehr verbreitet ist – und das erst dann sichtbar wird, wenn es zu spät ist.

Ein grünes Häkchen bestätigt, dass Daten kopiert wurden. Es bestätigt nicht, dass sich aus dieser Kopie ein arbeitsfähiges System wiederherstellen lässt. Zwischen «Daten sind gesichert» und «Daten lassen sich wiederherstellen» liegt ein Schritt, den viele Unternehmen nie gegangen sind: der tatsächliche Wiederherstellungstest.

Warum das Häkchen täuscht

Eine Sicherung kann als erfolgreich gemeldet werden und trotzdem im Ernstfall nicht das liefern, was ein Unternehmen braucht. Typische Überraschungen zeigen sich immer erst dann, wenn es darauf ankommt:

  • Unvollständige Datenbanken: Einzelne Dateien wurden gesichert, aber die Datenbank dahinter war zum Zeitpunkt der Sicherung in einem inkonsistenten Zustand. Die Wiederherstellung liefert dann Daten, die sich nicht öffnen oder nicht zusammenpassen.
  • Fehlende Abhängigkeiten: Ein System besteht selten aus einer einzigen Anwendung. Lizenzserver, Konfigurationsdateien, Berechtigungen oder Schnittstellen zu anderen Programmen werden oft nicht mitgesichert – das eigentliche Programm läuft danach, aber ohne die Umgebung, die es braucht.
  • Fehlendes Verfahren: Selbst wenn die Sicherung technisch in Ordnung ist, weiss im entscheidenden Moment oft niemand im Betrieb, in welcher Reihenfolge welche Systeme zurückgespielt werden müssen. Das Wissen dazu lag bei einer Person, die nicht erreichbar ist, oder wurde nie dokumentiert.

All das fällt nicht auf, solange niemand den Ernstfall probt. Das Backup läuft brav weiter, Nacht für Nacht, und meldet Erfolg – bis zu dem Tag, an dem es tatsächlich gebraucht wird.

Die zweite, unterschätzte Dimension: die Zeit

Selbst wenn eine Wiederherstellung grundsätzlich funktioniert, bleibt eine Frage offen, die viel zu selten gestellt wird: Wie lange dauert sie? Ob ein System nach zwei Stunden oder nach zwei Tagen wieder läuft, ist kein technisches Detail, sondern eine unternehmerische Grösse. Sie entscheidet darüber, wie viele Arbeitstage ausfallen, wie viele Kundentermine verschoben werden müssen und wie gross der wirtschaftliche Schaden am Ende ausfällt.

Diese Zeitspanne lässt sich nicht schätzen, sie muss gemessen werden. Und das geht nur, indem die Wiederherstellung tatsächlich durchgeführt wird – nicht auf dem Papier, sondern in der Praxis, mit echten Daten und unter realistischen Bedingungen.

Wie sich Gewissheit statt Vermutung schaffen lässt

Die Lösung ist im Grundsatz einfach zu beschreiben, in der Umsetzung aber anspruchsvoll: Die Wiederherstellung muss regelmässig geprobt werden, nicht nur einmal beim Aufbau der Backup-Lösung. Systeme verändern sich, neue Anwendungen kommen dazu, Abhängigkeiten wachsen – ein Test, der vor zwei Jahren erfolgreich war, sagt wenig über den heutigen Zustand aus.

Ein sauberer Wiederherstellungstest prüft nicht nur, ob Daten überhaupt zurückgespielt werden können, sondern auch, ob das Ergebnis vollständig und nutzbar ist, ob alle Abhängigkeiten mitgesichert wurden und wie lange der gesamte Vorgang tatsächlich dauert. Das braucht Fachwissen über die eingesetzten Systeme, ein dokumentiertes Verfahren und die Disziplin, diesen Test in regelmässigen Abständen durchzuführen – auch dann, wenn im Alltag gerade andere Dinge dringender scheinen.

Was padcom für Sie übernimmt

Backup & Datensicherheit ist einer von vier Bereichen, die padcom als monatliches Abonnement anbietet, ohne dass Sie Hardware kaufen oder selbst betreiben müssen. Die Sicherung Ihrer Systeme liegt dabei in drei Schweizer Rechenzentren – bei NTT, Digital Realty und Green.

Entscheidend ist für uns aber nicht nur, dass die Sicherung läuft, sondern dass sie im Ernstfall auch hält, was sie verspricht. Deshalb prüfen wir die Wiederherstellung regelmässig und mit einem festen Verfahren, statt uns auf ein grünes Häkchen zu verlassen. Sie erhalten dabei über die gesamte Vertragsdauer dasselbe Team, das Ihre Systeme kennt – kein Hotline-Modell mit wechselnden Ansprechpartnern.

Möchten Sie wissen, wie es um die tatsächliche Wiederherstellbarkeit Ihrer Daten steht? In einem kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch schauen wir gemeinsam mit Ihnen, wo Vermutung endet und Gewissheit beginnt.

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