DSG-konformer Dokumentenversand in der Arztpraxis: Warum die normale E-Mail nicht reicht

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Ein Bericht ist fertig, der Patient wartet, die Kollegin im Spital braucht die Werte noch heute. Der schnellste Weg ist der bekannte: Datei anhängen, Adresse eintippen, senden. In vielen Praxen läuft der Dokumentenversand seit Jahren so – nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil es funktioniert.

Das Problem liegt nicht im Inhalt der Nachricht. Es liegt im Weg, den sie nimmt. Und dieser Weg ist Teil dessen, was das Datenschutzgesetz als Datenbearbeitung versteht.

Was auf dem Weg tatsächlich passiert

Eine E-Mail wird nicht direkt von A nach B übertragen. Sie durchläuft mehrere Stationen: den eigenen Mailserver, den des Providers, den des Empfängers, manchmal weitere dazwischen. An diesen Stellen entstehen Kopien. Diese Kopien liegen auf Systemen, über die Ihre Praxis keine Kontrolle hat und deren Standort sie in der Regel nicht kennt.

Dazu kommt ein zweiter Punkt, der oft verwechselt wird: Die Verschlüsselung, die moderne Mailsysteme verwenden, schützt den Transport zwischen zwei Servern. Sie schützt nicht den Inhalt, wie er auf diesen Servern liegt. Wer Zugriff auf ein Postfach hat, liest die Nachricht im Klartext.

Und der häufigste Fall ist nicht der Angriff von aussen, sondern die Alltagspanne: Das Adressbuch ergänzt einen Empfänger automatisch, jemand antwortet auf den falschen Verlauf, ein Anhang bleibt an einer Weiterleitung hängen. Ein verschickter Anhang lässt sich nicht zurückholen.

Warum das mehr kostet als eine Entschuldigung

Patientendaten gelten im Schweizer Datenschutzgesetz als besonders schützenswerte Personendaten. Für Medizinalpersonen kommt das Berufsgeheimnis hinzu. Beides bedeutet: An den Umgang mit diesen Daten werden höhere Anforderungen gestellt als an eine gewöhnliche Kundenadresse. Wie diese Anforderungen in Ihrem konkreten Fall auszulegen sind, ist eine juristische Frage und gehört zu Ihrem Rechtsberater – nicht in einen Fachbeitrag.

Unternehmerisch relevant ist etwas anderes. Wenn ein Dokument am falschen Ort landet, müssen Sie nachvollziehen können, was verschickt wurde, an wen, wann und über welchen Weg. Ein gewöhnliches Postfach leistet das nur eingeschränkt. Sie stehen dann in Erklärungspflicht, ohne die Grundlage dafür zu haben.

Der zweite Kostenblock ist unsichtbar, bis er anfällt: Praxen, die den Versandweg nie geklärt haben, klären ihn im Ernstfall unter Zeitdruck. Mit Anwalt, mit Erklärungsbedarf gegenüber Patienten, mit Personal, das an diesem Tag nichts anderes tut. Und mit einem Vertrauensverhältnis, das sich schlechter reparieren lässt als ein Server.

Wie sich das lösen lässt

Der Grundgedanke ist einfach: Das Dokument verlässt die kontrollierte Umgebung nicht. Statt eine Datei zu versenden, wird sie an einem geschützten Ort abgelegt. Der Empfänger erhält einen Zugang, nicht die Datei. Die Praxis sieht, wer wann darauf zugegriffen hat. Und ein Zugang lässt sich entziehen.

In der Umsetzung ist das kein Werkzeug, das man am Freitagnachmittag installiert. Es berührt mehrere Fragen gleichzeitig:

  • Wo liegen die Daten physisch, und wer hat administrativ Zugriff darauf?
  • Wie wird der Zugriff protokolliert, damit im Zweifelsfall etwas belegbar ist?
  • Wie lange werden Dokumente aufbewahrt, und wann werden sie gelöscht?
  • Wie greift das im Alltag mit Anmeldung, Praxissoftware und den Geräten am Empfang zusammen?

Jeden dieser Punkte einzeln zu lösen ist machbar. Sie so zu verbinden, dass am Montagmorgen niemand daran vorbeiarbeitet, weil es zu umständlich ist, ist der eigentliche Teil der Arbeit. Eine Lösung, die im Praxisalltag umgangen wird, schützt nichts.

Was padcom dabei übernimmt

padcom betreibt die Infrastruktur für Schweizer KMU in drei Schweizer Rechenzentren: NTT, Digital Realty und Green. Ihre Daten bleiben damit in der Schweiz. Ablage, Server, Netzwerk und Datensicherung kommen aus einer Hand, im monatlichen Abo und ohne Hardwarekauf – die Geräte werden gemietet, Wartung und Ersatz sind eingeschlossen.

Wir betreuen über 465 KMU mit mehr als 3450 Benutzern, seit zwölf Jahren. Von Wil SG aus in St. Gallen, im Toggenburg, in Winterthur und Zürich, von Cham ZG aus in Zug, Baar, Luzern und Zürich. Sie haben eine feste Ansprechperson, die Ihren Betrieb kennt, statt einer Hotline mit wechselnden Namen. Für die rechtliche Beurteilung arbeiten wir mit Ihrem Rechtsberater zusammen: Wir liefern die technische Seite, nicht die juristische.

Wie Ihre Praxis Dokumente heute verschickt, lässt sich in einem Gespräch klären. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir mit Ihnen an, welche Wege in Ihrem Betrieb tatsächlich genutzt werden und wo der grösste Handlungsbedarf liegt. Unverbindlich und ohne Vorbereitung Ihrerseits.

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