Homeoffice-IT-Sicherheit im KMU: Warum das Provisorium von 2020 heute ein Risiko ist

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Als 2020 von einem Tag auf den anderen alle ins Homeoffice mussten, hat irgendjemand im Betrieb schnell einen Fernzugriff eingerichtet, damit die Arbeit weitergeht. Das war richtig und wichtig. Fünf Jahre später läuft dieser Zugriff oft immer noch – unverändert, ungeprüft, und meist weiss niemand mehr genau, wer ihn eigentlich alles nutzt.

Das ist das eigentliche Problem: Was als Übergangslösung gedacht war, ist zum Dauerbetrieb geworden. Nur eben ohne die Überlegungen, die man bei einer dauerhaften Lösung von Anfang an gemacht hätte. Niemand hat sich damals gefragt, wie lange dieser Zugang Bestand haben soll, wer ihn verwalten muss oder was passiert, wenn eine Mitarbeiterin das Unternehmen verlässt. Es musste einfach funktionieren.

Stellen Sie sich die Frage: Wissen Sie aktuell, wer von ausserhalb Ihres Büros Zugriff auf Ihr Firmennetz hat? Nicht ungefähr, sondern konkret. Ehemalige Mitarbeitende, deren Zugang nie deaktiviert wurde. Private Laptops, die damals rasch fürs Homeoffice freigeschaltet wurden und seither im Netz hängen. Zugriffsrechte, die für ein Projekt vergeben wurden, das längst abgeschlossen ist. In den meisten KMU gibt es auf diese Frage keine klare Antwort – und genau das ist der Punkt.

Warum ist das teurer, als man denkt? Weil ein vergessener Zugang nicht einfach nur ungenutzt herumliegt. Er ist ein aktiver Weg in Ihr Netzwerk, der niemandem mehr auffällt, wenn er missbraucht wird. Ein privater Rechner ohne aktuelle Sicherheitsupdates, der sich mit dem Firmennetz verbindet, bringt Risiken mit hinein, die Sie auf Ihren eigenen Geräten längst im Griff haben. Und Firmendaten, die auf einem privaten Rechner liegen, entziehen sich jeder Kontrolle, sobald dieser Rechner verkauft, verschrottet oder einfach nur ausgeliehen wird. Das Problem zeigt sich meist erst dann, wenn schon etwas passiert ist – ein Datenabfluss, ein ungewöhnlicher Zugriff, eine Nachfrage der Kundschaft, wo denn eigentlich ihre Unterlagen liegen. Bis dahin kostet das Provisorium nichts. Danach kann es sehr viel kosten, an Zeit, an Vertrauen und an Aufwand für die Aufräumarbeiten.

Die Lösung ist nicht, das Homeoffice wieder abzuschaffen oder allen Mitarbeitenden zu misstrauen. Die Lösung ist, den Fernzugriff als das zu behandeln, was er ist: ein fester Bestandteil Ihres Netzwerks, der genauso überwacht, dokumentiert und gepflegt gehört wie ein Serverraum oder eine Firewall. Das heisst konkret: Es muss jederzeit klar sein, wer Zugriff hat, worauf genau, mit welchem Gerät und ob dieser Zugriff heute noch gebraucht wird. Zugänge, die nicht mehr benötigt werden, gehören konsequent entfernt, nicht «für alle Fälle» weiterlaufen gelassen. Und private Geräte im Firmennetz brauchen klare Regeln, statt einer stillschweigenden Duldung aus der Anfangszeit der Pandemie.

Genau hier setzt padcom mit dem Managed Network & Internet an. Für uns ist der Fernzugriff kein Sonderfall, den man einmal einrichtet und dann vergisst, sondern Teil der laufenden Betreuung Ihres Netzwerks. Wir sorgen dafür, dass Zugänge nachvollziehbar bleiben, dass verwaiste Berechtigungen auffallen und dass Sie als Geschäftsführung jederzeit eine ehrliche Antwort auf die Frage haben, wer eigentlich von aussen in Ihr Netz kommt. Das ist keine einmalige Aktion, sondern laufender Betrieb – so, wie es sich für eine Lösung gehört, die inzwischen fest zu Ihrem Alltag gehört, ob geplant oder nicht.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, dass unser Homeoffice-Zugriff ein Sicherheitsrisiko ist?

Ein deutliches Zeichen ist, wenn niemand im Betrieb auf Anhieb sagen kann, wie viele aktive Fernzugriffe es gibt und wer sie nutzt. Auch wenn Zugänge von ausgeschiedenen Mitarbeitenden nie systematisch gelöscht wurden, ist das ein klarer Hinweis auf Nachholbedarf.

Dürfen Mitarbeitende private Geräte für die Arbeit nutzen?

Das ist grundsätzlich möglich, sollte aber mit klaren Vorgaben zu Sicherheitsstandards, Updates und Zugriffsrechten geregelt sein. Ohne solche Regeln entsteht eine unkontrollierte Vielfalt an Geräten im Firmennetz, deren Sicherheitszustand niemand kennt.

Was passiert, wenn wir alte Zugänge einfach so bestehen lassen?

Ungenutzte, aber weiterhin aktive Zugänge sind ein potenzieller Einstiegspunkt ins Firmennetz, der von niemandem mehr überwacht wird. Solange nichts passiert, fällt das nicht auf – im Ernstfall lässt sich aber oft nur schwer nachvollziehen, wer wann worauf zugegriffen hat.

Reicht ein einmaliges Aufräumen der Zugänge aus?

Ein einmaliges Aufräumen schafft kurzfristig Klarheit, verhindert aber nicht, dass mit der Zeit wieder neue, unkontrollierte Zugänge entstehen. Fernzugriff braucht eine laufende Pflege, ähnlich wie andere Teile Ihrer IT-Infrastruktur auch.

Ist Homeoffice grundsätzlich ein Sicherheitsproblem?

Nein, Homeoffice an sich ist unproblematisch, wenn der Zugriff von aussen sauber organisiert und dokumentiert ist. Das eigentliche Risiko entsteht dort, wo Zugänge improvisiert entstanden sind und seither nie überprüft wurden.

Wenn Sie nicht mit Sicherheit sagen können, wer aktuell von aussen auf Ihr Firmennetz zugreift, lohnt sich ein Blick von aussen. Vereinbaren Sie ein kostenloses und unverbindliches Erstgespräch mit padcom – wir schauen gemeinsam mit Ihnen, wo Ihr Fernzugriff heute steht.

Autor: padcom News Team

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